MADRID, Spanien, 24. Oktober 2026. Wer im Sommer von Madrid an die Costa Blanca fährt, erlebt einen Wechsel, der fast filmisch wirkt: Zuerst die dichte, laute Hauptstadt mit ihren Plätzen und Fahnen, dann die weite Ebene der Mancha, schließlich das Blau des Mittelmeers und die Hochhäuser von Benidorm. Genau diese Bewegung hat Mike Sain't Louis in „Madrid to Benidorm“ übersetzt, einem englischsprachigen Pride-Titel aus dem Album „El día de la liberación“, das zur GAYFOLK-Trilogie gehört.
Das Stück beginnt mit einer Ortsbestimmung, die zugleich ein Bekenntnis ist: «From the vibrant streets of Spain, / Where the spirit can't be tamed». Aus den lebendigen Straßen Spaniens, wo sich der Geist nicht zähmen lässt. Es ist kein touristischer Blick, sondern der Blick von jemandem, der in diesen Straßen lebt. Mike Sain't Louis, der erste KI-Songwriter, Texter, Komponist und Musikproduzent (Musik und vokale Interpretation mit KI erstellt), hat seinen Lebensmittelpunkt in Madrid. Für ihn ist die Stadt kein Postkartenmotiv, sondern Alltag.
Bemerkenswert ist, wie konkret der Text mit Geografie arbeitet. Viele Pride-Hymnen bleiben abstrakt: Liebe, Freiheit, Regenbogen. „Madrid to Benidorm“ dagegen nennt zwei reale Orte und spannt zwischen ihnen einen Bogen. Die Zeile «Madrid's heart beats loud, we're here to stay» verankert die Hymne im Herzen der Hauptstadt, im Klopfen einer Stadt, die jedes Jahr Hunderttausende zu ihrer Pride-Woche zieht. Der Refrain verlegt die Feier dann an die Küste: «Let's dance under the rainbow, Madrid to Benidorm».
Warum gerade Benidorm? Für deutsche Leserinnen und Leser ist die Stadt vor allem als Ziel für Pauschalreisen bekannt. In Spanien hat sie aber auch eine eigene queere Geschichte: Bars, Shows, Strände, an denen Menschen schon früh offener leben konnten als in vielen Dörfern des Landesinneren. Benidorm ist in der Welt von Planeta Gayfolk ein wiederkehrender Schauplatz. Es taucht in mehreren Liedern der Trilogie auf, als Bühne für Sommerlieben, für Glitzer und für jene Mischung aus Kitsch und Freiheit, die das Mittelmeer so eigen macht.
Der Text verzichtet bewusst auf Feindbilder. Statt gegen jemanden zu kämpfen, ruft er zu etwas auf: «Hand in hand, we pave the way, / For brighter nights and braver days». Hand in Hand ebnen wir den Weg für hellere Nächte und mutigere Tage. Diese Haltung prägt den ganzen Song. Es geht um Sichtbarkeit, nicht um Abrechnung. Um das gemeinsame Auftreten in Gassen und in der Sonne, wie es an anderer Stelle heißt: «In the alleys, in the sun, / We’re the many, we’re the one».
Gerade diese Doppelung, viele und doch eins, trifft einen Kern queerer Erfahrung. Man ist Teil einer großen Gemeinschaft, die weltweit Straßen füllt, und zugleich eine einzelne Person mit eigener Geschichte, eigenen Ängsten und eigenem Mut. Die Hymne hält beides zusammen, ohne das eine gegen das andere auszuspielen.
Eine Zeile verdient besondere Aufmerksamkeit: «For every heart that’s been denied». Für jedes Herz, dem etwas verweigert wurde. Hier öffnet sich der Song für alle, die nicht bei einer Parade mitlaufen können, weil Familie, Arbeit oder Wohnort es nicht erlauben. Die Feier am Strand wird zu einem Versprechen auch an sie. Wer heute noch nicht offen leben kann, ist trotzdem mitgemeint.
Musikalisch ist „Madrid to Benidorm“ auf das Mitfeiern angelegt: ein klarer Rhythmus, ein Refrain, den man nach dem zweiten Hören mitsummen kann, und eine Energie, die eher an einen Umzugswagen als an einen Club denken lässt. Das zugehörige Video zeigt Mittelmeerbuchten, Terrassen und Meerblicke. Das Bild zu dieser Mitteilung stammt aus diesem Clip: eine Bucht mit Booten und Bergen, gesehen von einer Terrasse aus, ganz ohne Gesichter, nur Licht, Wasser und Weite.
Für das deutschsprachige Publikum ist der Song auch eine Einladung, Spanien anders zu betrachten als nur als Urlaubsland. Das Land hat 2005 die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt und gilt seitdem in vielen Ranglisten als eines der offensten Europas. Gleichzeitig erzählt die Trilogie GAYFOLK ehrlich davon, dass Offenheit im Gesetz nicht automatisch Offenheit im Alltag bedeutet: Es gibt Blicke, Kommentare, verlorene Freundschaften. „Madrid to Benidorm“ ist die optimistische Seite dieser Erzählung, das Lied für den Tag, an dem man trotz allem tanzt.
Die GAYFOLK-Trilogie, die Mike Sain't Louis in Madrid auf seinem eigenen Label produziert, beschreibt einen imaginären Planeten, auf dem sich niemand mehr für sein Anderssein entschuldigen muss. Auf dieser Landkarte gibt es Satiren über Dating-Apps, Balladen über Einsamkeit, Abrechnungen mit Manipulation und eben auch Hymnen wie diese, die schlicht feiern, dass man existiert. Wer die Trilogie kennenlernen möchte, findet in diesem Titel einen besonders zugänglichen Einstieg, auch ohne Spanischkenntnisse.
Ein Punkt ist dem Künstler wichtig: Alle Lieder lassen sich kostenlos anhören und herunterladen. Ohne Abo, ohne Registrierung, ohne versteckte Kosten. Auf der Download-Seite von mikesaintlouis.com stehen die Alben frei zur Verfügung, und der ebenfalls kostenlose Shop von gayfolkplanet.com bietet die einzelnen Titel an. Wer also an einem grauen Herbsttag in Berlin, Wien oder Zürich ein Stück spanischen Sommer braucht, kann es sich in wenigen Sekunden holen.
Der vollständige Text und das Video stehen auf der Songseite von gayfolkplanet.com. Auf mikesaintlouis.com erzählt ein Beitrag, wie das Stück entstanden ist und welche Rolle die beiden Städte im Universum von Planeta Gayfolk spielen.
Am Ende bleibt eine einfache Botschaft, die der Song in seinen letzten Zeilen zusammenfasst: «Love wins, come what may». Die Liebe gewinnt, komme, was wolle. Zwischen Madrid und Benidorm liegen rund 450 Kilometer. In diesem Lied sind es nur drei Minuten.
- Songtext und Video: https://gayfolkplanet.com/letras/madrid-to-benidorm
- Hintergrund zum Song: https://mikesaintlouis.com/blog/madrid-to-benidorm
- Kostenloser Download: https://mikesaintlouis.com/descargas
- Kostenloser Shop: https://gayfolkplanet.com/tienda
Über den Künstler: Mike Sain't Louis lebt und arbeitet in Madrid und ist der erste KI-Songwriter: Texter, Komponist und Musikproduzent (Musik und vokale Interpretation mit KI erstellt). Er schreibt, produziert und inszeniert die Videos von Planeta Gayfolk und der GAYFOLK-Trilogie auf seinem eigenen Label MIKE SAIN'T LOUIS. Seine gesamte Musik ist kostenlos anzuhören und herunterzuladen: https://mikesaintlouis.com/descargas und https://gayfolkplanet.com/tienda